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Kopfschmuck statt Asche

"Der Geist des Herrn ruht auf mir, weil er mich berufen und bevollmächtigt hat. Er hat mich gesandt, den Armen die frohe Botschaft zu bringen und die Verzweifelten zu trösten. Ich rufe Freiheit aus für die Gefangenen, ihre Fesseln werden nun gelöst und die Kerkertüren geöffnet. Ich rufe ihnen zu: "Jetzt erlässt der Herr eure Schuld!" Doch nun ist auch die Zeit gekommen, dass unser Gott mir seinen Feinden abrechnet. Er hat mich gesandt, alle Trauernden zu trösten. Vorbei ist die Leidenszeit der Einwohner Zions! Sie streuen nicht mehr voller Verzweiflung Asche auf den Kopf, sondern schmücken sich mit einem Turban. Statt der Trauergewänder gebe ich ihnen duftendes Öl, das sie erfreut. Ihre Mutlosigkeit will ich in Jubel verwandeln, der sie schmückt wie ein Festkleid. Wer sie dann sieht, vergleicht sie mit Bäumen, die Gott selbst gepflanzt hat. Man wird sie "Garten des Herrn" nennen, an dem er seine Grösse und Macht zeigt. Sie werden alles wiederherstellen, was vor vielen Jahren zerstört wurde und seither in Trümmern liegt. Die zerfallenen Städte, die seit Generationen Ruinen sind, bauen sie wieder auf."

Jesaja 61 1-4

 

 

Was für eine gewaltige Nachricht!

Eigentlich sollten wir blühen, strahlen und strotzen vor Kraft. Wie oft haben wir uns auch krampfhaft darum bemüht, genau dies zu tun, um uns vielleicht danach einfach noch ausgelaugter und noch müder vorzufinden.

Als ich neu zum Glauben kam, war das Leben wirklich ein Höhenflug, ich erlebt Wunder, mein Leben kam in Ordnung und ich fühlte mich so richtig frei und geliebt. Doch dann kamen die ersten Enttäuschungen, meine Mutter starb viel zu früh an Krebs, mein erster Sohn wurde nur 3 Tage alt, ich selber kämpfe seit einem Unfall mit täglichen Schmerzen und wenn ich die Liste auf mein Umfeld ausweite, wird sie noch sehr, sehr viel länger.

Ich begann mich zu fragen, ob denn nun das, was in der Bibel steht überhaupt stimmt..., doch ich erlebe ja so vieles davon, immer wieder erhört Gott meine Gebete und die meiner Freunde, wir erlebten grosse und kleine Wunder, die manchmal im Alltagsstress und angesichts des vielen Leidens um uns herum so gern vergessen gehen. So wurde ich z.B. vor 20Jahren von starken Migräneattacken komplett befreit, dann wurde mir eine unheilbare Hautkrankheit diagnostiziert, die mit dem Alter schlimmer nicht besser werden würde, doch seit 17 Jahren habe ich davon kein einziges Symptom mehr gesehen. Danke Jesus! Auch finanzielle Wunder habe ich einige erlebt und die vielen zutreffenden Prophetien, die ich in meinem Leben erhalten habe, kann ich gar nicht mehr alle aufzählen. Und doch gibt es eben auch einige Momente in meinem Leben, in denen ich mich frage, wo nun der Sieg geblieben ist. Und ich weiss, dass es ganz vielen Menschen da Draussen genauso geht, doch ich möchte Dir und mir Mut zusprechen, denn genau in diesen Momenten können wir Gottes Sieg umso mehr erleben und seinem wunderschönen Herz näher kommen. Lass uns diese Verse noch einmal lesen und sehen, dass Jesus gekommen ist, die Trauernden zu trösten, die Mutlosen aufzurichten und die Verzweifelten zu stärken, immer und immer wieder neu, damit sie aufblühen und aufbauen, was zerbrochen ist. Wir leben in einer Welt, die voller Leiden ist und in der wir so oft den Mut verlieren können und werden. Gerade jetzt, wo eine Kriese die Andere jagt und viele Menschen existenziell bedroht sind.

Doch genau in diesen Tälern des Todesschatten sagt Jesus: " Kommet her zu mir, alle die ihr mühselig und betrübt seid, ich will euch erquicken!" Er tausch jeden Schmerz gegen Freude, jede Schwäche in Jubel und jede Mutlosigkeit in Kraft um und er tut dies immer und immer wieder neu. Wir dürfen das nie vergessen, denn es gibt Zeiten und Umstände in unserem Leben, in denen wir das jede Sekunde brauchen um nicht in den Strudeln der Strömung unterzugehen. Gott hat uns nicht ein Leben ohne diese Stürme versprochen, aber er hat uns versprochen, dass wir, wenn wir zu ihm kommen und ihm vertrauen, ihm glauben oder noch anders ausgedrückt, uns ihm komplett hingeben, wir wie Adler über diesen Stürmen gleiten werden. Und wie die Stürme dem Adler

Auftrieb geben, werden die dunklen Kapitel in unserem Leben uns zum Besten dienen. Sie werden Brutstätten von Heilung, Berufung, Kraft und Durchbruch für uns und andere.

Die grösste Herausforderung in schwierigen Zeiten ist es, nicht in Selbstmitleid oder Anklage gegen mich, andere oder Gott zu fallen, es ist die Herausforderung ihm unseren ganzen Schmerz, den Minderwert und die Hilflosigkeit hinzugeben, die ganze Schwachheit zuzulassen und zu wissen, das seine Gnade sich in unserer Schwachheit umso stärker zeigt und dass es keine Umstände und auch keine innere Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit gibt, die Gott daran hindern wird, seine guten Pläne in unserem Leben zu vollbringen.

Die Frage ist nicht, ob wir uns gerade am Gewinnen oder Verlieren sehen, die Frage ist, in welchem Team wir spielen und während Gott keine Sekunde daran zweifelt, dass Du ihn sein Team gehörst, darfst Du wissen, dass auch Du Dich das nicht zu fragen brauchst. Denn auch wenn Du wütend bist auf Gott, auch wenn Du zweifelst und auch wenn Du sündigst, oder eigene Wege gehst, er hat Dir zugesagt, dass nichts und niemand Dich von seiner Liebe trenne kann und dass er den Sieg davontragen wird.

"Also gibt es jetzt keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind. Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat Dich freigemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. ... Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach seinem Vorsatz berufen sind. ... weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf kann uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn," Röm 1, 2, 28, 39

 

Feste Umarmung und häng Dich mit aller Kraft an ihn, es lohnt sich!

Damaris

 

 

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